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Aufenthalts- und Betreuungsangebot für die Mannheimer Trinkerszene

Pressemitteilung vom 20. Juli 2018

Aufenthalts- und Betreuungsangebot für die Trinker- und Drogenszene. GRÜNE unterstützen die Resolution des Bezirksbeirats Innenstadt/ Jungbusch

Seit 2016 gibt es in Mannheim Bemühungen, eine betreute Anlaufstelle für die Trinker- und Drogenszene einzurichten. Die Mannheimer GRÜNEN zeigen sich drüber verärgert, dass eine knappe Mehrheit des Gemeinderates den Empfehlungen von Verwaltung und Bezirksbeiräten nicht gefolgt ist, ein solches Angebot in der Akademiestraße unweit des Hanielparks einzurichten. Das sinnvolle und für die Betroffenen wichtige Projekt wurde somit weiter auf die lange Bank geschoben. Nachhaltige Hilfe für Suchtkranke könne nur mit organisierter Sozialarbeit in entsprechenden Einrichtungen gewährleistet werden, erläutert Nils Born, Sprecher der Mannheimer GRÜNEN. Allein durch die Verdrängung von öffentlichen Orten werde das Problem nicht gelöst. Die GRÜNEN unterstützen die entsprechende Resolution des Bezirksbeirates Innenstadt/Jungbusch vom 18. Juli und fordern auch selbst dazu auf, die mehrjährigen Vorarbeiten zum Thema zu beachten und eine zeitnahe Lösung zu finden. GRÜNEN-Sprecherin Mareile große Beilage erklärt dazu: „In Mannheim müssen wir an vielen Stellen vertrauensvoll zusammenarbeiten, um die Stadt mit Detaillösungen voranzubringen. Wer die Vorarbeit der Bezirksbeiräte und Verwaltung derart missachtet und das Thema lieber komplett neu aufrollt, beweist schlechten Stil und behindert eine effiziente, sachliche Kommunalpolitik.“

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Resolution des Bezirksbeitrats Innenstadt/Jungbusch vom 18. Juli 2018

Alkoholakzeptierendes Aufenthalts- und Betreuungsangebot für die Trinker- und Drogenszene
Bezirksbeirat Innenstadt/Jungbusch, 18. Juli 2018, Öffentliche Sitzung

Der Bezirksbeirat Innenstadt/Jungbusch begrüßt, dass die Verwaltung Planungen für ein alkoholakzeptierendes Aufenthalts- und Betreuungsangebot für die Trinker- und Drogenszene vorgenommen hat. Er ist aber enttäuscht, dass nach zweijähriger Planung der Gemeinderat nicht imstande war, mehrheitlich für den Vorschlag der Verwaltung des Baus eines solchen Angebots in der Akademiestraße unweit des Haniel-Parks zu stimmen. Die Verwaltung hat in den zwei Jahren viele Möglichkeiten eingehend geprüft und musste, bis auf den vorgeschlagenen Standort, alle Vorschläge verwerfen.

Wir, der Bezirksbeirat Innenstadt/Jungbusch halten den Standort Akademiestraße für akzeptabel und sehen die Notwendigkeit zu handeln. Auch wenn es „attraktivere“ Standorte gäbe, so ist es besser jetzt zu handeln und den vielleicht weniger geeigneten Standort zu nehmen, als das Problem in die Zukunft zu verschieben. Es gab ein breites Bündnis, das sich dafür ausgesprochen hat, das Angebot im Jungbusch zu platzieren.

Wir wissen aus Erfahrung in unserem Stadtteil, dass „Trinkergruppen“ nur durch Angebote verbunden mit Sozialarbeit sinnvoll und nachhaltig betreut werden können. Eine Verdrängung der Betroffenen von einem Ort zum nächsten löst das Problem nicht.

Wir erwarten daher, dass sich die Fraktionen und Gruppierungen im Gemeinderat zu diesem Thema zusammenfinden, um eine zeitnahe Lösung zu erarbeiten.

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